SPD-Politiker fordern Runden Tisch zum Erhalt der Notfallpraxis Neckargemünd

Veröffentlicht am 04.08.2015 in Ortsverein

MdL Thomas Funk und MdB Lars Castellucci sind solidarisch mit Neckargemünd.

Die SPD-Abgeordneten im Wahlkreis, Thomas Funk (Landtag) und Lars  Castellucci  (Bundestag)  unterstützen die Stadt Neckargemünd in ihrem     Bemühen,    die    von    der    "Kassenärztlichen    Vereinigung Baden-Württemberg"  (KVBW)  geplante  Schließung  der Notfallpraxis zum 31.Dezember  dieses Jahres zu vermeiden. „Die ärztliche Notdienstversorgung an Wochenenden im ländlichen Raum darf nicht ausbluten. Deshalb tragen wir die Resolution    der    Stadt    Neckargemünd    und   ihrer   Nachbarkommunen selbstverständlich mit“, so die beiden Sozialdemokraten.

Angesichts  der  Notdienstschließung vor ein paar Jahren im Steinachtal sei es  den  betroffenen  Menschen  in Neckargemünd, im Steinach- und Elsenztal nicht zu vermitteln, dass die KVBW trotz offensichtlichen Bedarfs nicht von der  beabsichtigten  Schließung  des  ärztlichen  Bereitschaftsdienstes  in Neckargemünd   abweicht.   „Diese   Schließung  jedenfalls  mit  mangelnder Auslastung  zu  begründen, will bei rund 5000 Behandlungen im Jahr nicht so recht einleuchten“, meint Lars Castellucci.

Die  Hoffnung  der  beiden  Politiker  ist  nun, dass ein laut vernehmbares „Nein“  die  Entwicklung  noch  aufhalten  kann. Nur im Schulterschluss mit Vielen  könne  man  der  Argumentation  der KVBW begegnen, die eine geringe Inanspruchnahme    der    Notfallpraxis    diagnostiziert.    „Schon    aus demographischen  Gesichtspunkten  und aufgrund der mangelnden Mobilität vor allem  älterer  Menschen  ist  nicht  nachvollziehbar,  dass  die  geplante Notfallpraxis-Struktur  als  gleichwertiger  Ersatz  angesehen  wird“,  ist Thomas  Funk  überzeugt.  Im  Gegenteil  müssten viele Menschen künftig die doppelte   Wegstrecke   zurücklegen.   Daher   bezweifelt   er,   dass  die Notfallpraxis-Standorte  in  Heidelberg,  Sinsheim  oder  Eberbach  in  den vorgegebenen 30 Minuten zu erreichen seien.

Die  Entwicklung  der  letzten Jahre stimme bedenklich, leiste sie doch der immer  deutlicher  werdenden  Unterversorgung  mit Fachärzten in Teilen des Rhein-Neckar-Kreises   Vorschub.   Bedenken  haben  die  Abgeordneten  auch bezüglich  der  Transparenz  und  Kommunikation der KVBW. Um die verfahrene Situation  zu klären, plädieren beide SPD-Politiker daher für einen „Runden Tisch“,   der  alle  Beteiligten  zusammenführen  und  die  Grundlagen  der Entscheidung offenlegen soll.

 

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