In der Reihe „Themen die den Bürger bewegen“ wurde von der SPD OV Schönau nach Vorsorgevollmacht, Jugendkriminalität im November das Thema „ Die Neuerungen der sozialen Pflegeversicherung“ ausgewählt.
Als Referenten konnte Klaus Dussel von der AOK Neckar – Odenwald, Neckargemünd gewonnen werden.
Die Pflegeversicherung ist eine Pflichtversicherung mit jährlich steigenden Zahlen an Leistungsempfängern. seit 1995. Gerade in unserer immer älter werdenden Gesellschaft ist die erst seit 1995 bestehende Versicherung von großer Bedeutung. Sind es heute rund 2 Mio. Pflegebedürftige die einen Leistungsanspruch besitzen, so werden es 2030 bis zu 3 Mio. Anspruchsberechtigte sein. Als eine unter vielen Neuerungen ist zu betonen, dass erstmals die Demenzerkrankungen Berücksichtigung finden; waren es 2007 noch ca. 1,1 Mio. Patienten, werden es 2030 ca. 1,7 Mio. Erkrankungen mit steigender Tendenz sein. Die Neufassung und Überarbeitung der Pflegeversicherung war daher ungeheuer wichtig. Sie hatte u.a. zum Ziel, besonders die ambulante Pflege zu stärken und damit den älter werdenden Menschen möglichst lange in seinem gewohnten Umfeld zu belassen.
In einem lebendigen Vortrag, unterstützt durch Schaubilder, wurde vom Referenten das weit gespannte Thema erläutert. Die intensiven Rückfragen zu den einzelnen Punkten machten deutlich, dass das Thema „Pflegeversicherung“ für viele eine große Wichtigkeit in den Familien besitzt. Informationsbroschüren zum Mitnehmen waren zur Vertiefung des Themas ausgelegt.
Eine Grundaussage des Referenten war, die Pflegeversicherung versteht sich als eine Teilversicherung, sie ist keinesfalls als Vollversicherung zu verstehen. Ein weiterer wichtiger Hinweis war, im Leistungsfall ist immer die eigene Krankenversicherung der erste Ansprech- und Informationspartner.
Dem Referenten wurde mit lang anhaltendem Beifall für seine umfangreichen Ausführungen gedankt. Zusammenfassend darf festgestellt werden, dass die von der SPD Schönau gewählte Informationsreihe bei der Bevölkerung auf eine sehr gute Resonanz stößt.
Klaus Albrecht


